Das Modell ist 16 cm hoch und hat einen Durchmesser von 31 cm. Dalman schreibt hierzu in „Arbeit und Sitte in Palästina”: „Nur in balat an der Nordgrenze von Palästina ... lernte ich 1899/1900 diese Art der Ölpresse kennen. ... Drei bis fünf [Preßkörbe] stellt man übereinander auf die Preßunterlage ..., eine runde Steinplatte mit kreisförmiger Rinne und Ablauf nach vorn in einen viereckigen in den Felsenboden eingegrabenen Trog ... In den mit dieser Preßunterlage, ..., zusammenhängenden Felsengrund sind rechts und links von ihr zwei etwa mannshohe hölzerne Schrauben ... eingesetzt, welche durch Löcher des ... starken eichenen Preßbalkens ... hindurchgehen und dadurch ihm ermöglichen, auf ihnen auf- und abgetrieben zu werden. Gewaltige hölzerne Schraubenmuttern ... mit drei Flügeln, welche bei ihrer Drehung angefaßt werden, stecken auf den Schrauben unter und über dem Preßbalken, ... Man hebt ihn mit den unteren Schraubenmuttern, wenn die Preßkörbe darunter aufgestellt werden sollen, und senkt ihn mit den oberen Muttern, um ihren Inhalt auszupresssen”[1].
Zitat aus: Heinemann, Olliver, Die Gustaf-Dalman-Sammlung in Jerusalem. Christ-Sein und Palästinawissenschaft: Alkier, Stefan et al. (Hg.), Zeichen aus Text und Stein (Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 42; Tübingen 2003) 88–109.
[1] Ebd. S.220f und Abb.62.