Fundraising für das DEI - Förderverein für das DEI in Berlin gegründet

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Am 14.7.2009 wurde im Beisein von mehr als 400 Gästen ein Förderverein für das DEI gegründet. Mehr als 50 Gründungspersönlichkeiten aus Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft haben die Gründungsurkunde unterzeichnet. Eine Gesamtliste der Namen finden Sie hier.

Prof. Dr. Parzinger, Prof. Dr. Dr. Vieweger. Bischof Prof. Dr. Huber, Frau Huber, Prof. Dr. Gehrke, Frau Förder-Hoff, Dr. Komusiewicz, Prof. Dr. Markschies (v. l. n. r.)

Die Gründung fand unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Deutschen Archäologischen Institut statt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, und der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Herr Professor Hans-Joachim Gehrke, haben die Schirmherrschaft für diesen Förderverein übernommen und den Festakt im Pergamonmuseum in Berlin am 14.7.2009 mit Grußworten begleitet. Den Festvortrag hielt der Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts, Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Dieter Vieweger. Der Vortrag steht zum Download unter diesem Link zur Verfügung.

Gründungsaufruf der Schirmherren

Das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem und Amman, zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts, ist eine einzigartige Brücke zwischen Europa und dem Orient.

Es widmet sich der Geschichte der Religionen ebenso wie der archäologischen Erforschung der Jahrtausende alten Kulturen im Nahen Osten. Mit seiner Arbeit verbindet es Kulturen und Religionen, ermöglicht den Austausch über Grenzen hinweg und schafft Verständnis in einer spannungsreichen Region.

Werden auch Sie Mitglied im Förderverein des DEI und helfen Sie, diese wichtige Arbeit zu unterstützen!

Bischof Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Ratsvorsitzender der EKD)  

Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke (Präsident des DAI)

Auszeichnung

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Professor Dr. Dr. h.c. mult Hermann Parzinger, der ebenfalls am Gründungsakt mitwirkte und als Hausherr den Festakt mit einem Grußwort eröffnete, wurde im Rahmen der Gründungssitzung zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ausgezeichnet. Die Vorsitzende des neuen Vereins, Frau Gabriele Förder-Hoff, hob in ihrer Begrüßungsansprache hervor, nicht nur die engen historischen Beziehungen zwischen dem DEI und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sprächen für diese Auszeichnung, sondern vor allem das erfolgreiche Bemühen von Professor Parzinger für den Fortbestand des DEI und das dauerhafte finanzielle Engagement des Bundes. Herr Professor Parzinger hatte in seiner früheren Funktion als DAI-Präsident 2005 gemeinsam mit der EKD und dem Direktor des DEI, Herrn Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Dieter Vieweger, eine formelle Finanzierungsvereinbarung von Bund und EKD erwirkt. Die gesamte Ansprache von Frau Förder-Hoff sowie den Text der Auszeichnung können Sie hier herunterladen.

Vorstand

In den Vorstand des Vereins wählte die Gründungsversammlung: Frau Gabriele Förder-Hoff, Historikerin M.A., Referatsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (1.Vorsitzende), Herrn Gerhard Duncker, Kirchenrat der Westfälischen Landeskirche (2. Vorsitzender), Frau Rechtsanwältin Karen Meisse, (Schatzmeisterin), Frau Oberstudienrätin Andrea Schwermer, Referentin bei der Kultusministerkonferenz der Länder, Frau Elisabeth Bremekamp, Leiterin des Referates Ferienakademien an der Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Herrn Dr. Thilo Fitzner, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Bad Boll und Herrn Eberhard Pothmann, ehemals Vorstandsmitglied der Vorwerk AG Wuppertal. Nähere Informationen zu den Vorstandsmitgliedern können Sie hier herunterladen.

Vereinszweck

Vordringlicher Vereinszweck ist die Beschaffung von Mitteln für das DEI. Der Verein will neben EKD, DAI und den Forschungsförderungsorganisationen zu einer weiteren Finanzierungssäule werden. Der Verein wird beispielsweise finanziell dazu beizutragen, dass bauliche Maßnahmen und technische Ausstattungen im Bereich der Grabungsfelder (z.B. Unterbringung der Exkursions- und Grabungsteilnehmer) verbessert werden, die Möglichkeiten der Teilhabe an den wissenschaftlichen, kulturellen und Bildungsaktivitäten des Instituts in Verbindung mit Partnern weiter ausgebaut werden können (z.B. Stipendien für Nachwuchswissenschaftler und andere Exkursions- und Grabungsteilnehmer), Restaurierungsarbeiten, museale Präsentationen, virtuelle Präsentationen und andere Aktivitäten des Instituts zusätzliche Förderungsmöglichkeiten erhalten.
Der Verein will seine Erträge insbesondere auch solchen Projekten zukommen lassen, in die die nachwachsenden Generationen eingebunden sind. Er will helfen, die Unterstützung von Praktika, Exkursionen, Volontariaten und Stipendien finanziell auszubauen. Er will außerdem mit seinen Mitteln dazu beitragen, Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und Profession den Zugang zur Arbeit des Instituts zu ermöglichen. Vor allem junge Menschen sollen zusätzliche Chancen erhalten, den interkulturellen Dialog vor Ort ganz praktisch im Rahmen des wissenschaftlichen Austausches zu (er-)leben.

Werden auch Sie Mitglied! Die Beitrittserklärung können Sie als PDF auf dieser Seite herunterladen.

Spendenprojekte

Bereits im Vorfeld der Gründung haben die Initiatoren zur Spendensammlung für ein erstes Spendenprojekt aufgerufen: die dringend notwendige Sanierung des Grabungshauses der gemeinsamen Ausgrabung von DEI und DAI in Umm Qais in Jordanien. Dabei handelt es sich um eine denkmalgeschützte Anlag von 1906. Nähere Informationen finden Sie hier. Für die Durchführung der noch ausstehenden Arbeiten, werden insgesamt nochrund 30.000 € benötigt. Die Initiatoren des Vereins haben bereits seit März dieses Jahres gemeinsam mit dem DEI zu dieser Spendenkampagne aufgerufen, die der Verein jetzt bis Jahresende fortführen wird.

Ein zweites Spendenprojekt wurde der Gründungsversammlung von den Initiatoren vorgeschlagen: Dies soll ab Jahresende die Spendenwerbung für die "Bauliche Herrichtung und touristische Erschließung der Altgrabung unter der Erlöserkirche in Jerusalem" sein. Hier haben im Frühjahr 2009 mit Unterstützung des Landes Brandenburg, Studenten der Fachhochschule Potsdam ein Konzept für die Begehbarkeit, Erschließung und museale Aufbereitung einer archäologisch inter-national bedeutenden Altgrabung des DEI aus den 70er Jahren erarbeitet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das DEI

Das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes wurde am 19. Juni 1900 von der Deutschen Evangelischen Kirchenkonferenz in Eisenach ins Leben gerufen. Die veränderte Situation im Nahen Osten nach dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 erforderte die Gründung der Institutseinrichtung in Amman. 1982 bezog das Jerusalemer Institut sein neues Haus auf dem Gelände der Auguste-Victoria-Stiftung auf dem Ölberg. Das DEI als neutraler Partner ist damit eine der wenigen funktionierenden Brücken im Dialog der Wissenschaften, Religionen und Kulturen sowie der intensiven Begegnung von Wissenschaftlern aus Europa mit den Gastländern des DEI. Sein hervorragender Ruf als deutsche Kultureinrichtung, als Anlaufstelle und Treffpunkt europäischer Wissenschaftler macht es zu einem begehrten Kooperationspartner für deutsche und internationale Organisationen und Projekte. Das DEI wird als Stiftung von der Evangelischen Kirche in Deutschland verwaltet. Es ist zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und wird vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt. Das DEI erforscht das Heilige Land dies- und jenseits des Jordans und vermittelt die neuesten Erkenntnisse der Archäologie und Kultur dieser Region an eine breite Öffentlichkeit. Die jährlichen Lehrkurse für junge Wissenschaftler, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Durchführung eigener archäologischer Projekte sowie die Unterstützung der evangelischen Gemeinden sind elementare Aufgaben des Instituts und wichtige Bestandteile der deutschen Kulturarbeit.

Wissenschaftlichen Forschungen in einem Gunstraum der Archäologie

Die Langzeitvorhaben des DEI konzentrieren sich auf Nordjordanien (Gadara Region Project) und die israelische Mittelmeerküste: Von besonderer Bedeutung ist dabei das im fünf Kilometer südwestlich der antiken Stadt Gadara gelegenen Wadi al-‘Arab (Jordanien). Es gibt kaum ein Gebiet in Palästina, in dem die Geschichte dieser Region derart konzentriert erforscht werden kann wie hier. Am Übergang zwischen Palästina und dem syrisch-mesopotamischen Kulturraum gelegen, wurde das Gebiet von beiden Regionen politisch und kulturell beeinflusst. Auf dem alles beherrschenden Tall Zira‘a mit seinen spektakulären Funden entspringt eine artesische Quelle und bot über Jahrtausende beste Siedlungsmöglichkeiten. Ein bedeutender Handelsweg durchzog das Tal, der Ägypten mit dem syrisch-mesopotamischen Raum verband. Vom wirtschaftlichen Erfolg und dem Fleiß seiner Bewohner zeugen im Umfeld des Tall Zira‘a mehr als hundert Siedlungsplätze vom Beginn der Sesshaftwerdung bis in die islamische Zeit. Mit Hilfe modernster (natur-)wissenschaftlicher Methoden arbeitet das DEI in Kooperation mit dem BAI Wuppertal (www.bainst.de) an diesem anspruchsvollen Langzeitprojekt. Hier kann mit Hilfe des Vereins zur Förderung des DEI eine generationenübergreifende Wirkung entfaltet und durch die praktische Arbeit vor Ort sowie beim wissenschaftlichen Austausch reale Völkerverständigung gefördert werden.
Ab dem Sommer 2011 wird das DEI in Kooperation mit der Universität Tel Aviv die bedeutende antike Hafenstadt Yav-neh Yam (Israel) erforschen. Damit wird die Kooperation mit den Universitäten Israels deutlich gestärkt werden.

Die Gründung des Fördervereins wird u.a. unterstützt durch:

Dafür danken wir herzlich. An weiteren Partnern sind wir interessiert.


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