Dr. des. Katharina Schmidt

Dr. des. Katharina Schmidt ist die Direktorin des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Amman. Sie studierte Vorderasiatische Archäologie, Assyriologie und Vor- und Frühgeschichte an der Ludwig-Maximilians Universität in München und an der Sorbonne in Paris. Die Doktorwürde im Fach der Vorderasiatsichen Archäologie wurde ihr 2016 durch die Ludwig-Maximilians-Universität mit einer Arbeit über antikes Glas und Glasherstellung in der Eisenzeit verliehen, in der sie archäologische, philologische und archäometrische Quellen auswertete. Ihre Dissertation wurde durch die Graduate School „Distant Worlds“ gefördert, ferner war sie am Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“ der Goethe Universität Frankfurt assoziiert. Auch verbrachte sie ein Semester als Gastwissenschaftlerin am University College of London.

Katharina Schmidt arbeitete auf verschiedenen Ausgrabungen, darunter auf dem Tell Halaf in Syrien, dem Sirkeli Höyük in Kiliken und dem Dülük Baba Tepesi in der osttürkischen Stadt Gaziantep. Sie war ferner an zahlreichen Ausgrabungen in Deutschland beteiligt. Neben der Feldarbeit liegt ein weiterer Fokus von Katharina Schmidt auf der Museumsarbeit, die sie u. a. am Pergamonmuseum in Berlin vertiefen konnte.

Der Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit liegt auf der späten Bronzezeit und der Eisenzeit sowie allgemein auf antikem Glas. Von besonderem Interesse für sie ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Philologie, der Archäometrie und der Geowissenschaften.

Katharina Schmidt ist Mitarbeiterin im „Gadara Region Project“, welches sich auf die Erforschung des Wādī al-‘Arab in Nordjordanien konzentriert. Ab 2018 wird sie die Ausgrabungen auf dem Tall Zirā‘a leiten und sich dabei auf die Siedlungsgeschichte der Eisenzeit sowie auf die Erforschung der Werkstattbereiche dieser Periode konzentrieren. Ferner wird sie ihre Arbeit in der Ostwüste Jordaniens ausweiten und zusammen mit dem amerikanischen Team unter der Leitung von Yorke Rowan (Universität Chicago) und Gary Rollefson (Whitman College) am Fundort „Wisad Pools“ arbeiten.