Deutsches Evangelisches Institut, Jerusalem

Keramik

Die Keramiksammlung des Instituts enthält Figuren, Lampen, Becher, Schüsseln, Schalen, Flaschen, Vasen und Krüge – außerdem Fragmente derselben in großer Anzahl.
Am auffälligsten sind dabei die 15 großen Krüge zur Aufbewahrung von Wasser, Wein oder Öl und sehr beachtenswert die kleinen Tonfiguren und Tonköpfe weiblicher Wesen (vermutlich Darstellungen der Göttin Astarte bzw. Venus) und vierbeiniger Tiere.

„Reichhaltig ist” – wie Peter Thomsen 1913 schreibt und es noch heute gilt – „die Sammlung der Lampen aus Ton. Deutlich läßt sich an ihr die Entwicklung von der einfachen Schale mit gekniffenem Rande, wie das älteste, aber auch das heutige Palästina sie kennt, zur völlig geschlossenen Öllampe der hellenistischen Zeit verfolgen.

Während noch die Lämpchen der seleuzidischen Zeit fast ganz ohne Verzierung sind, tragen die byzantinischen Stücke reiche Ornamente … und oftmals griechische Inschriften” und schließlich sind da noch die „römischen Lampen mit ihrem figürlichen Schmuck auf dem Deckel, der Gestalten der Mythologie … wiedergibt.” Dalman hatte für das Museum des Instituts unterschiedliche Keramikproben zu Lehrzwecken erworben oder von Ausgrabungen erhalten.

aus: Heinemann, Olliver, Die Gustaf-Dalman-Sammlung in Jerusalem. Christ-Sein und Palästinawissenschaft: Alkier, Stefan et al. (Hg.), Zeichen aus Text und Stein (TAnZ 42; Tübingen 2003) 88–109.