Ausgrabungen

ErlöserKirche (Jerusalem)

Unter der Erlöserkirche

Nach einer dreijährigen Planungs- und Bauzeit wurde am 1. November 2012 unter dem Kirchenschiff der evangelischen Erlöserkirche in der Altstadt von Jerusalem der archäologische Park „Durch die Zeiten“ eröffnet. Dort wird den Besuchern die Möglichkeit geboten, einen Gang durch die interessante und abwechslungsreiche Geschichte dieses Ortes zu unternehmen: von einem herodianischen Steinbruch, Gärten aus der Zeit Jesu, über Zeugnisse der Zerstörung der Stadt durch Titus im Jahr 70 n.Chr., Gebäuden aus der Zeit Hadrians, Mauern des konstantinischen Marktplatzes bis hin zum Mosaikfußboden aus der Kreuzfahrerkirche St. Maria Latina. Mit Hilfe von 3D-Animationen und Lichteffekten wird mehr als 2000 Jahre Stadtgeschichte erlebbar und verständlich präsentiert.

Zur Homepage von „Durch die Zeiten“.

Zionsberg (Jerusalem)

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In direkter Nachbarschaft des protestantischen Friedhofs befindet sich eine mehr als 100 Jahre alte Ausgrabung. Diese soll im Zuge der Restaurierung des Friedhofs ebenfalls wiederhergestellt und für Besucher zugänglich gemacht werden. Das Ausgrabungsgelände muss gesichert und Vorschläge für die Präsentation der Funde für Pilger und Touristen sowie für eine Pflege des historischen Erbes auf dem südlichen Zionshügel erarbeitet werden.

Zur Homepage der Ausgrabung.

Die Suche nach der Zweiten Mauer

Georadar

Als Herodes der Große in der zweiten Hälfte des 1. Jh. v. Chr. die Stadt Jerusalem nach Norden hin ausdehnte, baute er auch eine Stadtmauer, die diese Siedlungserweiterung schützen sollte. In die Geschichte ging diese als die so genannte „Zweite Mauer“ ein. Die „Zweite Mauer“ stellt in der Forschung ein großes, bisher ungelöstes, Rätsel dar, da keiner weiß, wo genau sie sich befindet. In der Forschung hat diese Stadtmauer eine große Bedeutung, da an ihr die Frage nach der Korrektheit des in der Grabeskirche gezeigten Kreuzigungsortes Jesu (Golgotha) sowie der Grabstätte festgemacht wird. Mehr Infos hier.


Tall Zira’a

Luftbild Tall Zira'a

2001 begann das Biblisch-Archäologische Institut Wuppertal in Verbindung mit anderen Forschern und wissenschaftlichen Einrichtungen mit der Erforschung des unteren Teils des Wadi al-‚Arab in Nord-Jordanien. Das DEI Amman wurde 2004 Projektpartner und 2006 auch das DEI Jerusalem. Ziel ist es, in diesem nicht nur landschaftlich reizvollen, sondern auch als wichtige Verbindung vom Mittelmeerbereich nach Transjordanien geopolitisch herausgehobenen Tal die vielfältigen Kulturen seit dem Beginn der Sesshaftwerdung im Neolithikum zu erforschen.

Zur Homepage des Tall Zira’a-Projektes.

Zitadelle Amman („ammap“)

Seit 2024 ist das DEI an einem größeren Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Katharina Schmidt (DAI / Universität Münster) und Prof. emer. Dr. Zeidan Kafafi auf der Ammaner Zitadelle beteiligt. Das Projekt widmet sich dem Zentrum der Stadt Ammon in der Eisenzeit und der hellenistischen Zeit. Als Philadelphia von den Ptolemäern um 270 v. Chr. neu gegründet, war die Stadt offensichtlich stark befestigt, als sie von den Seleukiden erobert wurde. Der Identifikation und Analyse der hellenistischen Wehrmauern inmitten von früheren und späteren Befestigungen, widmet sich das Teilprojekt des DEI ganz am östlichen Ende der unteren Terrasse der Zitadelle.

Mehr zum übergeordneten Projekt:

https://www.uni-muenster.de/Ammap/en/about/amman-citdadel-excavation/index.html

Peristylhofkomplex in Gadara

Seit 2022 arbeitet das DEI Amman in einer Kooperation mit Prof. Dr. Patric-Alexander Kreuz von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an einem kaiserzeitlichen Monumentalbau im Westen der römischen Stadt Gadara / Umm Qays. Der Bau wurde in den frühen 2000er Jahren vom Department of Antiquities ausgegraben, doch blieben Fragen der Bauanalyse oder Funktionsbestimmung noch ebenso offen wie die Fortschreibung der Entwicklung des Areals in nachrömischer Zeit, als der städtische Bereich mehr und mehr für verschiedene Nachnutzungen vereinnahmt wurde. In den bisherigen Kampagnen wurden zunächst ein vorläufiger Grundplan erstellt und die alten Grabungsprofile getrimmt und die daran erkennbare feinteilige Stratigraphie dokumentiert. Eine geophysikalische Untersuchung diente der Vervollständigung des Grundrisses sowie der Frage nach einer möglichen Vorgängerbebauung. Der kaiserzeitliche Bau, für den eine Deutung als städtisches Gymnasion vorgeschlagen wird, soll in den kommenden Jahren intensiver untersucht werden.

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