thumbnail

6. Modell eines Bankbogengrabes

Das Modell hat die Maße 7 x 12 x 16 cm. Dalman schreibt hierzu in „Orte und Wege Jesu”: „Die eben beschriebene Grabform [Trogbogengrab] ist verwandt einer anderen, mit der sie öfters in derselben Grabanlage zusammen vorkommt, der des Bankbogengrabes …, bei welcher die bogenförmige Nische unter sich nur eine Bank hat, die zuweilen vorn mit einem niedrigen Rande und an dem einen Ende mit einer schrägen Erhöhung, als Kopfkissen gemeint, versehen ist. … Es war ein Fortschritt, wenn man den Platz des Toten in die Wand verlegte und den vollen Raum der [Grab-]Kammer dadurch freimachte”[1].
Es “findet sich, aber nur in drei Fällen von mehreren Hunderten Grabanlagen die Einrichtung für einen Rollverschluß …, bei welchem aus einem auf einer Seite des Eingangs angebrachten tiefen Falz eine mühlsteinähnliche Platte vor den Eingang gerollt werden kann, wohl meist so, daß er auf einer schiefen Ebene von selbst dahin gleitet, wenn er nicht durch ein untergeschobenes Hindernis zurückgehalten wird, aber nur mit Anwendung einiger Kraft in seinen Falz zurückgeschoben werden kann.”[2]

Zitat aus: Heinemann, Olliver, Die Gustaf-Dalman-Sammlung in Jerusalem. Christ-Sein und Palästinawissenschaft: Alkier, Stefan et al. (Hg.), Zeichen aus Text und Stein (Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 42; Tübingen 2003) 88–109.

[1] Ebd., S.388 und Abb.48.

[2] Ebd. S. 391-392 und Abb.51.